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Camillos Zeitmaschine

Warum ein Bike Zeitmaschine genannt wird, kann immer mehrere Gründe haben. Zum einen könnte das Bike einen Flux Kompensator eingebaut haben und Mary McFly durch die Zeit schiessen, oder der Erbauer ist genauso verwirrt und genial wie Doc Brown. In diesem Fall, gehen wir einmal davon aus, das nicht von dem Zutrifft, doch etwas Genialität steckt schon in dem Ofen von CAS Bikes bei Berlin, denn diese Rau ist eine Reise zurück in die Zukunft. Teile mit dem Herstellungsdatum 1977 bis heute sind in dem Retro- Cafe- Fighter verbaut.

Der Rau Rahmen war ursprünglich einmal für eine FJ 1200 gebaut worden, was Camillo jedoch viel zu schwach auf der Brust erschien. So änderte er die Aufnahmen kurzerhand um, so dass nun ein XJR 1300 Triebwerk in den Zentralrohrrahmen implantiert werden könnte. Komplett überholt, mit einigen feinschliffen und Mikuni Vergasern reisst das Triebwerk nun anständig an der Kette und klingt mit dem Micron Auspuff nach einigen Modifikationen auch recht kernig. Auf der technischen Seite legte Camillo überall Hand an und modifizierte die GSX-R Gabel mit einem Wilbers Innenleben so wie selbst hergestellten Covern, um eine Bullige Frontansicht zu bekommen. Im Heck arbeitet ein Öhlins Federbein mit geänderter Anlenkung so wie verkupferter Feder, um die verlängerte Schwinge im Zaum zu halten und immer anständigen Bodenkontakt des Reifens herzustellen.

Die Reifen sind in diesem Fall auf Scheibenräder montiert, die normalerweise ihren Dienst in einem Bike aus Milwaukee verrichten und passend zu Bike mit Lack und Airbrush überzogen wurden. Passend wurden Adapter für die Wave Bremsscheiben und Tokiko Bremssättel vorn und den Harley Bremssattel hinten angefertigt, womit das Rolling Chassis komplett wäre. Auch bei den Anbauteilen zieht sich die Palette quer durch einen Mix aus Eigenanfertigungen so wie Teilen aus Bikes verschiedener Jahre und Marken. So stammt der Scheinwerfer von einer Ducati und die Fußrasten von RaiRo Tech. Beim Tacho bediente sich das Team bei Motogadget und der gesamte Rest des Bikes entstand in Handarbeit. So fertigte Camillo passend zu dem Rau- Aluminium Tank eine Sitzbank mit Cafe Racer Heckteil aus einem Stück an, drehte eigene Griffe  und verbaute einen innenliegenden Gaszug von Müller, der wie die Räder ebenfalls normalerweise für eine Harley gedacht war.

Ein Lenker auf selbst angefertigten Risern so wie selbst gebaute Elektrik samt Eigenbau Batteriekasten vervollständigen das Bike. Zudem wurden Unmengen an Schrauben und Kleinteilen mit Kupfer überzogen, bevor Hot Rod Paintjob sich an dem Rest des Bikes austoben konnte. Ob nun unter dem Höcker ein Flux Kompensator sitzt, oder ein Panel zum Einstellen der Ankunftszeit in einem anderen Jahrzehnt unter dem Tank sitzt, bleibt Camillos Geheimniss, jedoch ist Fakt, das in dieser Zeitmaschine Teile aus fast 4 Jahrzehnten zusammenwirken, die so kombiniert ein echter Hingucker geworden sind.

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