Bike & Car Storys

Dubai Bike Week 2005, für mich startete eine unglaubliche Geschichte

Im März 2005 fand die erste Dubai Bike Week statt und ich beschloss nach vielen Shows wie Sturgis, Daytona, Faak usw. mir die Show an zu schauen, flog nach Dubai und seitdem stehen in den Middle East diverse Shows in Dubai, Abu Dhabi, Kuwait und Katar in meinem Terminkalender, zu denen ich eingeladen werde und dort arbeiten darf. Ich bin dankbar, für das Vertrauen der Veranstalter und freue mich, in diesen vielen Jahren eine Connection zwischen den Menschen aus Middle East und Europa hergestellt zu haben und viele Freunde gewonnen zu haben, durch die auch diverse Händler und Customizer gute Geschäfte machen konnten und mich auch oft begleiten. Ich habe gelernt, dass unser Hobby uns alle verbindet und freue mich auf viele weitere Jahre mit vielen tollen Menschen. Ich habe euch einmal den Text und einige Fotos der ersten Bike Week hier online gestellt.

5 Sterne inklusive, im Paradies der Vereinigten Arabischen Emirate

Vom 16.03. bis zum 19.03.2005 fand in der wachsenden Weltmetropole Dubai die erste offizielle Bike Week statt. Von Harley Davidson UAE ( United Arabian Emirates ) und Chevrolet veranstaltet, fand die wohl exklusivste Bike Week der Welt statt. Exklusiv nicht weil es sich kein Mensch leisten kann, sondern eher von der der gesamten Organisation. Wenn hierzulande ein Buffet, eine Stuntshow oder auch eine Ausfahrt angesetzt ist, dann lockt es einen nicht unbedingt hinter dem Ofen hervor. Wenn aber die Buffets einen 5 Sterne Charakter haben, Craig Jones auf dem Hinterrad vor dem wohl bekanntesten Hotel Dubais, dem Burj El Arab auf der Strasse auf dem Hinterrad runterdonnert und die Ausfahrt vorbei an Kamelen und Wüstendünen zum 5 Sterne Golfhotel in Hatta, mitten in der Wüste führt, dann ist das schon eine andere Welt.

Klein aber fein

Mehr als 240 Biker aus aller Welt nahmen an der ersten Dubai Bike Week teil, was den Veranstaltern ein fröhliches Grinsen in die braungebrannten Gesichter zauberte. Als Basis und Eventplatz diente das Hotel Le Meridien Mina Sehey Beach Resort am Yachthafen von Jumeirah, wo auch gerade die berühmte Palme entsteht. Jetzt könnte man denken, dass dort nur steinreiche Spinner mit Edelbikes und Armanizwirn abfeiern, doch völlig daneben. Zu den Bikern, die mit ihren Böcken aus dem 1000 Kilometer entfernten Baharein angereist waren oder aus anderen Emiraten angereist waren, gesellten sich Deutsche, Italiener, Spanier, Amerikaner usw., die größtenteils auf Mietmotorrädern unterwegs waren. Einige Europäer, wie z.B. der Besitzer der blauen Hardcore von Walz oder Urs Erbacher von Fat Attack ließen ihre eigenen Bikes per Spedition nach Dubai bringen.

Verdammt viel geboten

Nachdem nun die Teilnehmer ihre Startgebühr von 500 DHS, was ca. 100 Euro entspricht entrichtet hatten, gab es ein Begrüßungspaket mit Rucksack, T-Shirt und natürlich Bike Week Pin. Schon am Mittwoch veranstaltete der Harley Dealer ein kleines, rustikales BBQ. Auf jeden Fall eine gute Gelegenheit um erste Einkäufe zu erledigen und Kontakte zu den ausnahmslos netten und zuvorkommenden Arabern oder anderen Gästen zu knüpfen. Am Donnerstag dann schon das erste Highlight, eine Ausfahrt durch Dubai Stadt, weiter ins ca. 130 Km entfernte Hatta.

Wer nicht so dusselig wie wir war, sich vom Reisebüro ins ca. 80 Km entfernte Umm Al Quwain ins Hotel verfrachten zu lassen, für den war die Startzeit von 9.00 Uhr ganz ok. Bei dem Verkehr der in Dubai Stadt herrscht, der von Staus und völlig wahnsinnigen, die im 4- spurigen Kreisverkehr ohne zu blinken über 3 Spuren in die Ausfahrt hämmern beherrscht ist, kamen schon mulmige Gefühle auf. Hier bewies das Team seine Kompetenz und organisierte einen perfekten Thunder Ride durch Dubai Stadt. Von Craig Jones angeführt, der die halbe Strecke auf dem Hinterrad fuhr ging es vorbei am Burj El Arab in die Altstadt, wo einige Menschen mit ihren weißen Gewändern recht irritiert an der Strasse stehen blieben. Vorbei am Goldsouk, den besten Hotels der Erde und auch an den größten Baustellen der Erde, ging es ohne zu stocken auf die Wüstenautobahn Richtung Hatta, was sich ca.10 KM vor dem Oman befindet. Nach einem kurzen Sandsturm kam das Ziel immer näher und so wie bei uns die Kühe rum stehen, konnten wir dort Kamele in freier Wildbahn sehen. Das Ziel, ein 5 Sterne Golfhotel ließ wirklich allen die Kinnlade Richtung Erdboden klappen. Rund um den Pool war alles aufgefahren was man sich vorstellen konnte. Vom saftigen BBQ, über Salate bis zur Schwarzwälder Kirschtorte hat der Veranstalter an alles gedacht, was einem den 2 stündigen Aufenthalt versüßen kann. Für den Rückweg zersprengte sich die Truppe, denn einige fuhren noch die Bergstrassen Richtung Oman, andere nahmen die Autobahn nach Dubai, um pünktlich zur Stunt Show von Craig Jones wieder am Eventgelände zu sein. Hier waren es nicht nur Biker, die sich die Show nicht entgehen lassen wollten. Da direkt neben dem Event die Dubai Yacht Messe stattfand, machten einige mit Gold beklunkerte Damen und Herren eine Pause, bevor sie dann in ihre Dubai Golfs (Porsche Cheyenne), Mercedes SLR’s oder Lamborghinis stiegen. Mit BBQ und Livemusik ging ein Tag zu ende, der wirklich nicht vermissen ließ.

Die nächste Ausfahrt führte auf das Hochplateau von Jebel Hafeet in Al Ain, was wie schon am Vortag von perfekten Ausblicken, einer tollen Strecke und einem leckeren Mittagsbuffet geprägt war. Der Freitagabend lief etwas ruhiger ab, da die 400 KM lange Tour sichtlich an der Kondition der Besucher gezehrt hatte.

Bike Show mit Deutscher Beteiligung

Das nächste Highlight war dann die Bike Show, die von einer internationalen Jury bewertet wurde. Ca. 45 Bikes waren in verschiedenen Klassen angetreten, um die begehrte Trophäe der 1st Dubai Bike Week mit nach Hause nehmen zu können. Neben der Europäischen HOG Vertreterin Daniela Gabriel und dem Chef von Harley UAE wurde auch Danny von Airworxx Attack aus Hamburg in die Jury berufen. Die Bikeshow war wirklich mal eine willkommene Abwechslung zu dem was wir hier kennen. Neben coolen Eigenkonstruktionen standen High Tech Bikes und daneben wiederum Öfen, die fast aus der Vermietung stammen könnten. Auffällig waren die vielen europäischen Teile an den Bikes. Penz Rahmen, Ricks Schwingen, Müller Gabeln, Speed Point Felgen oder auch ganze Bikes, wie die Sin von Habermann, die inzwischen im Besitz einer Arabers ist. Gewinner der V-Rod Klasse wurde ein Ofen, der fast komplett mit deutschen Teilen aufgebaut war, die von der Bike Farm an Samer aus Baharein geliefert wurden. Die Klassikfraktion gewann eine Royal Endfield und der Pokal des besten Custombikes ging an die Steve Mc.Queen Hardcore von Walz, die am Tag vorher noch in der Wüste unterwegs war. Auf  Nachfrage bei dem Besitzer war schon zu hören, das die Sitzposition für einen 400 Km Ritt etwas anstrengend war, doch das Fahren keine Probleme bereitete, auch wenn es die erste Tour mit dem Bike war.

Dubai im Regen

 Nach der Bikeshow dann hatte man wieder Zeit, sich die Yachten zu betrachten oder sich auf den Abend vorzubereiten. Bereits beim Aufbau zum Bikers Ball, der selbstverständlich im freien stattfand, gab es für die Region völlig ungewöhnlich, einige Regentropfen. Als dann das Buffet eröffnet wurde und die ca. 300 anwesenden an den liebevoll eingedeckten Tischen guter Laune ihre ersten Teller füllten, geschah das unglaubliche. Regen in Dubai. Extrem schade um das so perfekt inszenierte Buffet aus tausendundeiner Nacht. Jedoch wären wir nicht in Dubai, wenn nicht auch das Problem gelöst worden wäre. Unzählige Helfer um den deutschsprachigen Mitorganisator Lars verfrachteten kurzerhand alles essbare samt Grills und Tischen in und vor die Hotellobby. So konnte das schlemmen weitergehen und der Regen war ja auch nicht wirklich kalt. Eine Party mit Livemusik, Verlosung und Tombola nahm somit ihren Lauf und eins ist sicher, auch die Araber können richtig feiern. Neben vielen Dankesworten ergriff Daniela Gabriel nochmals das Mikrofon und kündigte die Unterstützung der HOG für 2006 an. Eine sicherlich gute Entscheidung, denn dies ist einmal etwas völlig anderes als man es aus Europa oder den USA kennt.

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